Die interne Verlinkung ist einer der wichtigsten OnPage-Faktoren innerhalb der Suchmaschinen. Eine gute Vernetzung erleichtert Crawlern (beispielsweise von Google) nicht nur die Arbeit, was unter anderem zu einer schnelleren Indexierung der Seiten führt, auch gewinnen die jeweiligen Unterseiten durch die Verlinkung an Stärke. Damit der Ertrag tatsächlich höher als der Aufwand ist, sollten diese fünf Tipps nicht unbeachtet bleiben.

Tipp 1: keine 404-Seiten oder 302-Weiterleitungen verlinken

Aktualität bei den internen Links ist wichtig. Wird über Jahre einfach immer wieder verlinkt, ohne die verlinkten Seiten mitsamt der Links aber zu überprüfen, kann es schnell dazu kommen, dass Seiten verlinkt werden die gar nicht mehr vorhanden sind. Interne Links auf 404-Seiten sind nicht nur für die entsprechende Unterseite, sondern für die Webseite in ihrer Ganzheit schädlich. Zugleich kommt das natürlich auch bei Besuchern nicht gut an. Daher sollten alle verlinkten Unterseiten regelmäßig überprüft werden, ob diese noch vorhanden, aktuell und wirklich "linkwürdig" sind. Dieser Fall gilt im Übrigen auch für 302-Weiterleitungen. Statt die Seite mit der 302-Weiterleitung zu verlinken, sollte lieber direkt die Zielseite in den Link eingebunden werden.

Tipp 2: keine Links zu gesperrten Seiten

Seiten, die via robots.txt oder über entsprechendes Meta-Tag gesperrt sind, lassen sich auf einer großen Webseite kaum vermeiden. Gerade Wordpress-Blogs haben häufig den Nachteil, dass die jeweiligen Filter und Kategorien zu Doppelcontent führen. Dann ist es wesentlich ratsamer, diese Seiten direkt über die robots ausblenden zu lassen. Zugleich sollten interne Links nicht auf diese Art von Seiten hinweisen. Sind die Seiten gesperrt, würde der "Linkjuice" völlig ins Leere fließen. Dann wäre weder der Unterseite noch der gesamten Webseite geholfen, stattdessen würde einfach nur ein sinnloser, nicht profitabler weiterer Link entstehen.

Tipp 3: nicht zu viele Links auf eine identische Zielseite

Dieses Problem tritt häufig bei Online Shops auf. Einige Shops schwören darauf bestimmte Produkte mehrfach zu verlinken, beispielsweise über das Bild, einen Teaser, einen "Weiterlesen"-Button und einen "zum Produkt"-Button. Unzählige Links auf die gleiche Zielseite bringen aus SEO-Sicht aber gar nichts, da Google eh nur den ersten Verweis auswertet und analysiert. Stattdessen würde lediglich eine große Anzahl von internen Links entstehen, die das gesamte Konstrukt unübersichtlich und nahezu undurchschaubar gestalten. Zugleich entsteht durch diese Mehrfachverlinkungen ein erheblicher Aufwand. Nicht nur müssen alle Links gesetzt werden, auch müssen so natürlich eine Vielzahl von internen Verlinkungen regelmäßig überprüft und gepflegt werden. Das kostet Arbeitszeit und damit effektiv auch Geld - ohne dadurch Vorteile zu erhalten.

Tipp 4: Keine Zwischenseiten mit Canonical-Tag verlinken

Das Canonical-Tag hilft Webmastern potentiellen Duplicate Content erkenntlich zu machen, wodurch dieser dann von Google, Yahoo und Co nicht negativ gewertet wird. Bei der internen Verlinkung ist darauf zu achten, dass möglichst nicht auf Seiten mit Canonical-Tag verlinkt wird, die dann wiederum nur auf das "Original" verweisen. Durch die Verlinkung geht zudem auch etwas Linkjuice verloren.

Tipp 5: Nur das verlinken, was auch wichtig ist

Eigentlich sollte dieser Grundsatz absoluter Standard sein - ist er in der Praxis aber nicht. Es sollten dennoch nur thematisch relevante Unterseiten verlinkt werde, die wirklich einen Mehrwert bieten und dem Kunden auch weiterhelfen. Anderenfalls führt das nur zu hohen Abbruchraten.